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Donnerstag, 4. April 2019

Kamera auf: Buster Keaton (2)






Beim letzten Mal wurde in diesem Format ein Schauspieler unter die Lupe genommen, dessen Karriere abseits der großen Hollywoodproduktionen verlief. Diesmal geht es um einen Megastar - zumindest war er das vor 90 Jahren.

Buster spielte als Kind in den Vaudeville-Shows seiner Eltern mit. Schon bald lernte er, dass sein Gesicht Lachen hervorrufen konnte - sofern er keine Emotionen zeigte. The Great Stoneface war geboren.

Es gibt das Klischee, dass Buster niemals vor laufender Kamera Emotionen gezeigt habe. Tatsächlich gibt es auch Momente Buster Keatons mit Grimassen. Seine Filmkarriere begann in den Filmen Roscoe "Fatty" Arbuckles, einem der größten Filmkomiker seiner Zeit. Nach einer viel besprochenen Angelegenheit endete dessen Ruhmeszeit aber.
Zu dem Zeitpunkt hatte Buster Keaton bereits angefangen, selbst Filme zu drehen. Zwischen 1920 und 1923 würden seine Stummfilmkomödien ihm zu ähnlicher Popularität verhelfen wie Charlie Chaplin oder Harold Lloyd. Später als diese würde er schließlich auch von Kurzfilm- zu Langfilmkomödien wechseln. 1923 entstand als erster Film in Spielfilmlänge "Three Ages".
Es folgten weitere Filme, ehe Buster 1928 bei MGM unterschrieb und nun von einem der großen Studios bezahlt wurde.

Bereits in seinen Kurzfilmen etablierte sich Busters sehr eigener Stil, der für die Langfilme einige Änderungen benötigte. Da er aber nach 1928 kaum noch als Regisseur, sondern hauptsächlich als Hauptdarsteller arbeitete, und auch noch persönliche Krisen dazukamen, ging es nach 1928 bergab für ihn.

In den 9 Jahren 1920-1928 entstand somit ein überschaubarer Output, gleichzeitig aber groß genug, dass Buster unmöglich als One-hit-Wonder abgestempelt werden könnte. In den Fortsetzungen zu dieser Reihe wird Busters Stil analysiert werden, damit wir uns der Frage annäheren, was ihn so besonders macht - und zu so einem "filmischen" Künstler.

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JAH

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