BoJack Horseman
ist bereits von der ersten Episode an sehr komplex.Die Serie hat ein hohes Erzähltempo, so fällt
die Komplexität und Tiefe von Anfang an auf sehr wenig Laufzeit.
In den letzten Wochen wurde hier nun Keatons Art der Narration analysiert, d.h. wie in seinen Filmen die
medienimmanenten Möglichkeiten systematisch genutzt und die Ereignisse präsentiert
werden. Buster Keaton präsentiert sich durch die systematische Nutzung der
Stummfilmtechnik als ein filmischer Künstler. Framing und Editing haben klare
Funktionen und Ziele. Hierfür wurde Keatons Werk in der Filmwissenschaft und
–historiografie oft besprochen und gewürdigt. Auch die Nutzung der Technik zur
Erzeugung von Gags ist relevant, wurde aber bereits oft analysiert.
Beim Wechsel vom Kurz- zum Langfilm
trat für Keatons Filme das Problem auf, die Handlung dramaturgisch
auszugestalten: „[D]er Aufbau der Story [wurde] eines unserer wesentlichen Probleme.“
(Keaton) Für die Kurzfilme hatte es ausgereicht, Gags zu einem bestimmten
Thema, z.B. Busters Selbstmordversuche in Hard
Luck, oder in einer bestimmten Umgebung, z.B. im elektrischen Haus in The Electric House, für 20 Minuten lose
zu einer Handlung zu verknüpfen: „Je schneller die Gags in einer Komödie
einander folgen, desto besser.“
Das Editing in Buster Keatons
Kurzfilmen wird ebenfalls systematisch genutzt. Es bedeutet hier erweitert die
Organisation mehrerer Shots in einer Sequenz bis hin zu allen Shots des Films.
Andere mögliche Begriffe wie Schneiden oder Montage sind weniger klar und haben
oft eine je nach Kontext unterschiedliche Bedeutung.
Editing kann bei Keaton im Konflikt
mit dem Verzicht auf Schnitte stehen. So kann das Problem entstehen, ob eine
Handlung über einen einzigen oder mehrere Shots präsentiert und wie in beiden
Fällen geframt werden soll.
Bei Buster Keaton kommt dem Framing eine
entscheidende Rolle für die Präsentation von Sensationen und Gags zu. Ereignisse
werden nämlich nicht nur durch Montagen konstruiert präsentiert, sondern
gezeigt.
Von Anfang an zeigt sich eine
systematische Nutzung des Framings in vielen Momenten: Die ihm zukommenden
Funktionen sind die Dokumentation von Spektakel und Stunts, wobei hier auch
Tricks eingesetzt werden, die Wissensaufteilung zwischen den Personen in der
Diegese und den Zuschauern sowie einige gängige Funktionen.
Leser, die von mir gezwungen werden, Buster Keatons Filme zu schauen (Symbolbild)
Buster Keaton, Filmregisseur, -autor und -schauspieler, wird begeistert
rezipiert. David Bordwell: "In general, Keaton
was the most adept of the three great comics at using cinema technology to
create gags." Nur wie?
Beim letzten Mal wurde in diesem Format ein Schauspieler unter die Lupe genommen, dessen Karriere abseits der großen Hollywoodproduktionen verlief. Diesmal geht es um einen Megastar - zumindest war er das vor 90 Jahren.
Charlie ist ein introvertiertes Mauerblümchen, dessen erstes
Jahr in der High school beginnt. Dort lernt er neue Freunde kennen, verliebt
sich und hat seine erste Beziehung. Ein typischer Teenie-Film? Irgendwie schon.
Innerhalb des Genres macht der Film aber einige interessante Dinge.